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Die acht neuesten Themen  | |
| | | T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum | |
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Ch.undWolfgang
Moderator


Anzahl der Beiträge: 3347 Land:  Bundesland: 
 | Thema: T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum Mo Apr 27 2009, 17:13 | |
| 33) Stichwort „Wassernot“
Wenn in trockenen Sommern die Wasservorräte für den Bergbau zur Neige gingen, dann konnte im wahrsten Sinne von einer Wassernot gesprochen werden. Die zur Wasserwältigung notwendigen Wasserräder blieben stehen, die Schächte konnten nicht entwässert werden und liefen voll (vergl. hierzu Erläuterungen unter Stichwort “Heinzenkunst”, Band 3, Seite 202). Dem vorzubeugen galt das Oberharzer Wasserregal.
34) Stichwort „Wiesbaum“
Wenn ein Heuwagen beladen war, dann wurde der Wiesbaum/Heubaum längs über den Wagen gelegt und mit einer Kette am Vorderwagen befestigt. Hinten wurde der Heubaum dann mit einer Kette und mittels Wippbaum (Hebel) kräftig nach unten gezogen und mit Ketten fixiert. Der Spannvorgang wurde, wenn nötig, mehrmals wiederholt.
33) Stichwort „Wassrnuht“ Jürgen Otto, Bergstadt Sankt Andreasberg
Wenn in drehchê Summr dê Wassr knapp wuhrn, denn gohs forn Barwêrrich nê bahrn Wassrnuht. Dê Kinstê bliem schtiehn un dê Schächt kunntn nett zê Sump gêhaltn warn un soffm ob. Im for suwos vierzêbeing wuhrn dê Ewêrhårzr Kunstteichê gêbaut. Åhnhank: Wassernuht bedeit in Ewêrhårz owr ahch “iewêrmahßich Wassêr”. Hiedrzu nohchlahsn es Mundartgedicht von dn Georg Schulzê: “Dê Wassernuth” - Clasthol, an End von dn 18. Jåhrhunnêrt -
[color=brown] 34) Stichwort „Wiesbahm“ Jürgen Otto, Bergstadt Sankt Andreasberg
Wenn dr Hähwohng soht vull wår, denn wuhr dr Hähbahm iewêrn Häh wackgêlehcht un mit nr Keht åhn dn Vehdrwohng festêgêmacht. Hintn wuhr dr Hähbahm mit nr Keht un mit änn Wippbahm, wu sich drei owr vier Leit droffê schtitztn, nohch untn gêzuhng un mit nr Keht festêgêmacht. Bis dê Hähfuhr orndich festê lohch, wuhr ä påårmol nohchgêschpannt.
Zuletzt von Ch.&Wolfgang am So Jun 27 2010, 23:47 bearbeitet, insgesamt 5 mal bearbeitet |
|  | | der Oderberger
Alter Harzfuchs


Anzahl der Beiträge: 1746 Land:  Bundesland: 
 | |  | | UR
Jung Fuchs


Anzahl der Beiträge: 123 Land:  Bundesland: 
 | Thema: Wiesebaum Di Apr 28 2009, 14:54 | |
| Zur Heuernte ist mir auch eine kleine Geschichte eingefallen. Im Sommer die Heuernte war für uns Kinder immer etwas besonderes. Auch wir Kinder mussten mit helfen. Besonders schön war es immer auf den Drei Jungfern Wiesen. Wir hatten z.B. besonders kleine Harken zum Heuwenden und um zusammen harken. Das war nicht leicht, aber es hat Spaß gemacht. Wir haben zwar keinen Lohn bekommen, dafür eine kräftige Verpflegung und die war kurz nach dem Krieg was besonderes. An Geld hat da keiner gedacht. Und zu uns kam auch kein Vepflegungswagen, es wurde alles zu Fuß oder bestenfalls mit dem Fahrrad, wenn denn heile war, gebracht. Aber noch wichtiger war es für uns, ob wir denn, wenn das Fuhrwerk beladen war, auf dem großen Heuberg nach fahren durften. Das war leider von den drei Jungfern selten der Fall, denn am heutigen Gasthaus zum Roten Bär gab es einen sehr schrägen, ausgewaschenen Hohlweg. Hier bestand immer die Gefahr, Daß das ganze Fuhrwerk umkippte, was auch einmal geschah. Es war eine wunderschöne Zeit. Uwe |
|  | | Henry
Alter Harzfuchs


Anzahl der Beiträge: 1891 Land:  Bundesland: 
 | Thema: Wiesebaum Di Apr 28 2009, 15:10 | |
| Ich kann mich erinnern, dass ich immer neidvoll zu den Kindern schaute, die oben auf dem Heuwagen mitfahren durften. Henry |
|  | | der Oderberger
Alter Harzfuchs


Anzahl der Beiträge: 1746 Land:  Bundesland: 
 | Thema: Re: T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum Mi Mai 06 2009, 22:11 | |
| | UR schrieb: | Zur Heuernte ist mir auch eine kleine Geschichte eingefallen. Im Sommer die Heuernte war für uns Kinder immer etwas besonderes. Auch wir Kinder mussten mit helfen. Besonders schön war es immer auf den Drei Jungfern Wiesen. Wir hatten z.B. besonders kleine Harken zum Heuwenden und um zusammen harken. Das war nicht leicht, aber es hat Spaß gemacht. Wir haben zwar keinen Lohn bekommen, dafür eine kräftige Verpflegung und die war kurz nach dem Krieg was besonderes. An Geld hat da keiner gedacht. Und zu uns kam auch kein Vepflegungswagen, es wurde alles zu Fuß oder bestenfalls mit dem Fahrrad, wenn denn heile war, gebracht. Aber noch wichtiger war es für uns, ob wir denn, wenn das Fuhrwerk beladen war, auf dem großen Heuberg nach fahren durften. Das war leider von den drei Jungfern selten der Fall, denn am heutigen Gasthaus zum Roten Bär gab es einen sehr schrägen, ausgewaschenen Hohlweg. Hier bestand immer die Gefahr, Daß das ganze Fuhrwerk umkippte, was auch einmal geschah. Es war eine wunderschöne Zeit. Uwe |
@ Uwe eigentlich müssten wir uns wiedererkennen.... zum Thema ausgewaschener Hohlweg am Roten Bären. Da kann ich aus der Erinnerung auch sagen, "da war immer was los" dieses letzte Stück zu schaffen bs auf die Hauptstrasse war schon ein starkes Stück Arbeit... Jürgen Im Wald der Hirsch gewaltig röhrt und freut sich wenn er Antwort hört! 
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|  | | | | T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum | |
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