T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum
Harzfuchs Forum
Willkommen

Um alle Funktionen des Forums nutzen zu können,
Melden Sie sich einfach hier kostenlos an.

Mitglieder können sich hier einloggen.

Um dieses Fenster zu schließen Klicken Sie:

Nicht mehr anzeigen...



Aktuelles Datum und Uhrzeit: So Mai 20 2012, 00:09

StartseitePortalHarzfuchs GästebuchFAQRegelnSuchenAnmeldenLogin
   Die acht neuesten Themen   
» !!! Wortspiel !!!
» Tagesbilder 19.Mai 2012
» Kleiner Frühlingsgruß aus dem Garten_19.05.2012
» Rabenau_Wasser
» Tagesbilder(Hoffest beim Bergbauern) 17.5.2012
» Tagesbilder15 Mai.2012
» Jahreshauptversammlung Harzklub Zweigverein St. Andreasberg 2012
» Maiglöckchen
Gestern um 23:37
Gestern um 21:33
Gestern um 21:25
Gestern um 15:25
Fr Mai 18 2012, 17:14
Fr Mai 18 2012, 00:50
Mo Mai 14 2012, 15:11
So Mai 13 2012, 18:18
von omaM
von Fizgerald
von Fizgerald
von Puckelheim
von Henry
von kuckuck
von M.K.
von M.K.
Austausch | Neue Beiträge seit ihrem letzten Besuch
 

 T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Ch.undWolfgang

Moderator
Moderator



Anzahl der Beiträge: 3347
Land:
Bundesland: Niedersachsen


BeitragThema: T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum   Mo Apr 27 2009, 17:13

33) Stichwort „Wassernot“

Wenn in trockenen Sommern die Wasservorräte für den Bergbau zur Neige gingen, dann konnte im wahrsten Sinne von einer Wassernot gesprochen werden. Die zur Wasserwältigung notwendigen Wasserräder blieben stehen, die Schächte konnten nicht entwässert werden und liefen voll (vergl. hierzu Erläuterungen unter Stichwort “Heinzenkunst”, Band 3, Seite 202). Dem vorzubeugen galt das Oberharzer Wasserregal.


34) Stichwort „Wiesbaum“

Wenn ein Heuwagen beladen war, dann wurde der Wiesbaum/Heubaum längs über den Wagen gelegt und mit einer Kette am Vorderwagen befestigt. Hinten wurde der Heubaum dann mit einer Kette und mittels Wippbaum (Hebel) kräftig nach unten gezogen und mit Ketten fixiert. Der Spannvorgang wurde, wenn nötig, mehrmals wiederholt.



33) Stichwort „Wassrnuht“
Jürgen Otto, Bergstadt Sankt Andreasberg

Wenn in drehchê Summr dê Wassr knapp wuhrn, denn gohs forn Barwêrrich nê bahrn Wassrnuht. Dê Kinstê bliem schtiehn un dê Schächt kunntn nett zê Sump gêhaltn warn un soffm ob. Im for suwos vierzêbeing wuhrn dê Ewêrhårzr Kunstteichê gêbaut.
Åhnhank: Wassernuht bedeit in Ewêrhårz owr ahch “iewêrmahßich Wassêr”.
Hiedrzu nohchlahsn es Mundartgedicht von dn Georg Schulzê:

“Dê Wassernuth” - Clasthol, an End von dn 18. Jåhrhunnêrt -

[color=brown]
34) Stichwort „Wiesbahm“
Jürgen Otto, Bergstadt Sankt Andreasberg

Wenn dr Hähwohng soht vull wår, denn wuhr dr Hähbahm iewêrn Häh wackgêlehcht un mit nr Keht åhn dn Vehdrwohng festêgêmacht. Hintn wuhr dr Hähbahm mit nr Keht un mit änn Wippbahm, wu sich drei owr vier Leit droffê schtitztn, nohch untn gêzuhng un mit nr Keht festêgêmacht. Bis dê Hähfuhr orndich festê lohch, wuhr ä påårmol nohchgêschpannt.





Zuletzt von Ch.&Wolfgang am So Jun 27 2010, 23:47 bearbeitet, insgesamt 5 mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
der Oderberger

Alter Harzfuchs
Alter Harzfuchs



Anzahl der Beiträge: 1746
Land:
Bundesland: Nordrhein- Westfalen


BeitragThema: Re: T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum   Mo Apr 27 2009, 18:10

Nicht nur die Harzer Sprache ist wieder ein Genuss - auch die Gedanken an alte Vorgänge z.B. beim Heuen.
Ich erinnere mich gut an den "Hähwohng" und auch an den Wiesbaum.
In meinen letzten Sommerferien (1955, als 16jähriger Bub) habe ich beim Heueinfahren in Oderberg geholfen. Als Bub ne Menge Kohle verdient - für damalige Zeiten - und war mit Herz und Seele dabei.
Mit Pferden und Heuwagen - wie beschrieben.

Eine ältere Dame (Frau Wesemeyer) war unsere Vorarbeiterin.

Gemähtes Gras wenden bis es trocken war, in Reihen zusammenharken und zu Haufen fertig machen. Die Haufen wurden dann auf den Wagen gestemmt, das gab Mukkis *grins*
In der Mittagspause kam der Verpflegungswagen aus der Heilstätten-Küche und brachte uns Stullen und kühlen Tee - ne Wucht.


Es ist immer wieder schön, danke Ch&Wolfgang.

der Oderberger


Im Wald der Hirsch gewaltig röhrt und freut sich wenn er Antwort hört!


Nach oben Nach unten
UR

Jung Fuchs
Jung Fuchs



Anzahl der Beiträge: 123
Land:
Bundesland: Niedersachsen


BeitragThema: Wiesebaum   Di Apr 28 2009, 14:54

Zur Heuernte ist mir auch eine kleine Geschichte eingefallen.
Im Sommer die Heuernte war für uns Kinder immer etwas besonderes. Auch wir Kinder mussten mit helfen. Besonders schön war es immer auf den Drei Jungfern Wiesen. Wir hatten z.B. besonders kleine Harken zum Heuwenden und um zusammen harken. Das war nicht leicht, aber es hat Spaß gemacht. Wir haben zwar keinen Lohn bekommen, dafür eine kräftige Verpflegung und die war kurz nach dem Krieg was besonderes. An Geld hat da keiner gedacht. Und zu uns kam auch kein Vepflegungswagen, es wurde alles zu Fuß oder bestenfalls mit dem Fahrrad, wenn denn heile war, gebracht.
Aber noch wichtiger war es für uns, ob wir denn, wenn das Fuhrwerk beladen war, auf dem großen Heuberg nach fahren durften. Das war leider von den drei Jungfern selten der Fall, denn am heutigen Gasthaus zum Roten Bär gab es einen sehr schrägen, ausgewaschenen Hohlweg. Hier bestand immer die Gefahr, Daß das ganze Fuhrwerk umkippte, was auch einmal geschah. Es war eine wunderschöne Zeit.
Uwe
Nach oben Nach unten
Henry

Alter Harzfuchs
Alter Harzfuchs



Anzahl der Beiträge: 1891
Land:
Bundesland: Niedersachsen


BeitragThema: Wiesebaum   Di Apr 28 2009, 15:10

Ich kann mich erinnern, dass ich immer neidvoll zu den Kindern schaute, die oben auf dem Heuwagen mitfahren durften.
Henry
Nach oben Nach unten
der Oderberger

Alter Harzfuchs
Alter Harzfuchs



Anzahl der Beiträge: 1746
Land:
Bundesland: Nordrhein- Westfalen


BeitragThema: Re: T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum   Mi Mai 06 2009, 22:11

UR schrieb:
Zur Heuernte ist mir auch eine kleine Geschichte eingefallen.
Im Sommer die Heuernte war für uns Kinder immer etwas besonderes. Auch wir Kinder mussten mit helfen. Besonders schön war es immer auf den Drei Jungfern Wiesen. Wir hatten z.B. besonders kleine Harken zum Heuwenden und um zusammen harken. Das war nicht leicht, aber es hat Spaß gemacht. Wir haben zwar keinen Lohn bekommen, dafür eine kräftige Verpflegung und die war kurz nach dem Krieg was besonderes. An Geld hat da keiner gedacht. Und zu uns kam auch kein Vepflegungswagen, es wurde alles zu Fuß oder bestenfalls mit dem Fahrrad, wenn denn heile war, gebracht.
Aber noch wichtiger war es für uns, ob wir denn, wenn das Fuhrwerk beladen war, auf dem großen Heuberg nach fahren durften. Das war leider von den drei Jungfern selten der Fall, denn am heutigen Gasthaus zum Roten Bär gab es einen sehr schrägen, ausgewaschenen Hohlweg. Hier bestand immer die Gefahr, Daß das ganze Fuhrwerk umkippte, was auch einmal geschah. Es war eine wunderschöne Zeit.
Uwe



@ Uwe
eigentlich müssten wir uns wiedererkennen....

zum Thema ausgewaschener Hohlweg am Roten Bären. Da kann ich aus der Erinnerung auch sagen, "da war immer was los" dieses letzte Stück zu schaffen bs auf die Hauptstrasse war schon ein starkes Stück Arbeit...

Jürgen


Im Wald der Hirsch gewaltig röhrt und freut sich wenn er Antwort hört!


Nach oben Nach unten
 

T_ Stichworte_33_34_Wassernot /Wiesbaum

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Forenbefugnisse:Sie können in diesem Forum nicht antworten
Harzfuchs Forum :: Gastbereich :: Oberharzer Mundart-

Neue Beiträge seit ihrem letzten Besuch
Startseite