8 Notfälle
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 8 Notfälle

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AutorNachricht
Harzpude

Gast





BeitragThema: 8 Notfälle   Di Okt 11 2011, 19:49

Diese Mail hat mich gerade erreicht. Ich weiss, es ist sehr, sehr kurzfristig. Aber wenn jemand eine Pflegestelle kennt oder sogar einen Endplatz bieten kann, bitte unter dieser Nummer anrufen (es gibt keinen Internetanschluss).
KONTAKT:
Ulrike Alfer 01 60/ 91 39 47 67


Die Mail im Wortlaut

Der Harzer Rotfuchs Charly ist einer der Hunde, die am Sonnabend ihr Quartier räumen müssen. Bissinger.


Keine Hoffnung für die Hütehunde

Die Witwe des Kranenburger Schäfers ist verzweifelt

KRANENBURG. Im Sommer starb der Kranenburger Schäfer, dessen
Schafe den Ostedeich begrasten. Seine acht Hütehunde sind derzeit in der
Halle in der Nähe des Deiches im Außenbereich des Dorfes untergebracht,
in der die Schafe überwinterten. Wegen dringend erforderlicher
Bauarbeiten muss das Gebäude bis Sonnabend geräumt werden. Die Hunde
verlieren ihr Quartier, ein neues ist nicht in Sicht. Was sich für den
Deichverband Kehdingen-Oste und das Kreisveterinäramt als kaum zu
lösendes Problem darstellt, ist für Ulrike Alfer (54), die Witwe des
Schäfers, eine weitere menschliche Tragödie.
Erst vor drei
Monaten hat Ulrike Alfer völlig überraschend ihren Mann (55) verloren.
"Er wachte eines Morgens nicht mehr auf", sagt sie. Mit mehr als 400
Schafen hatte er seit Frühjahr 2010 den Ostedeich zwischen Gräpel und
Blumenthal bewirtschaftet. Die Schafe wird nun voraussichtlich eine
Schäferfamilie aus Nordrhein-Westfalen übernehmen, von wo auch die
Alfers kamen. Die neuen Schäfer werden aber ihre eigenen Hunde
mitbringen
. Die bisherigen Wächter der Herde sind arbeitslos. In
geräumigen, mit Stroh eingestreuten Zwingern leben die altdeutschen
Hütehunde - darunter ein Harzer Rotfuchs, ein Tigerhund und Schafspudel -
zurzeit in der Halle, in der im Winter die Schafe Schutz fanden. Dort
müssen die Hunde aber bis zum kommenden Wochenende raus. Das bedeutet:
Ulrike Alfer wird auch ihre Hunde verlieren.
Die Halle gehört
dem Deichverband Kehdingen-Oste. "Wir haben sie vor dem vorigen Winter
ganz eilig errichtet, weil die Deichschafe ein Winterquartier
brauchten", berichtet Horst Wartner, Vorsitzender des Deichverbands und
Kranenburger Bürgermeister. Der Stall sei "im Hau-Ruck-Verfahren"
errichtet worden. Bevor dort nun zum Winter wieder die Schafe einziehen,
müsse der Hallenboden versiegelt werden, damit der Schafsurin nicht in
den Boden eindringt, und die Außenwände müssen verkleidet werden. Das
verlange auch das Bauamt, sagt Wartner. Das Bitumen für den Boden könne
nur vor dem Frost gegossen werden. Die Zeit dränge bereits.

Ulrike Alfer, die in der Halle neben etwa 30 Schafen und Lämmern, die
sie mit der Flasche aufgezogen hat, ihre geliebten Hunde versorgt, ist
schier verzweifelt. Es gibt keine neue Bleibe für den Großteil der
Hütehunde. Zwei jüngere hat bereits der Tierschutzhof von Terra Mater in
Drochtersermoor übernommen und versucht, sie weiterzuvermitteln, einen
übernahm ein Mitarbeiter einer Forstverwaltung. Zwei - sehr alte Hunde -
werden bei Ulrike Alfer bleiben, die in Kranenburg zur Miete wohnt.
Aber was wird aus Charly, Bob, Billy, Ben, Sam und Bonnie, alle zwischen
fünf und zwölf Jahren alt?
"Es sind so viele, weil wir immer
auch die alten und kranken Hunde behalten haben. Wenn sie nicht mehr
arbeiten konnten, durften sie einfach mitlaufen", sagt die Schäferswitwe
fast entschuldigend.
Neue Besitzer für die Hunde zu finden, ist
schwierig wegen des zum Teil hohen Alters und auch, weil sie
Arbeitstiere sind, die ganz viel Beschäftigung und Bewegung brauchen und
auch bellen, wenn irgendetwas los ist. Dabei sind sie durchaus dem
Menschen zugewandt, kennen aber kein Leben in einer Wohnung, sind nicht
stubenrein und nicht unbedingt leinengängig - feine Kerle, die jedoch
nicht mit den Maßstäben eines verschmusten Familienhundes zu messen
sind.
Nun tickt die Uhr für ihren Verbleib, und das
Kreisveterinäramt schlägt Alarm. Binnen weniger Tage muss eine neue
Lösung für die Hunde geschaffen werden. Die Hundehaltung in der Halle
nach dem Tod des Schäfers sei zwar nicht gerade optimal gewesen, aber
mit Rücksicht auf die persönliche Situation von Ulrike Alfer tolerabel,
sagt die Amtsleiterin Dr. Sibylle Witthöft. Auch sie hat kein Asyl für
die Ausgebooteten im Visier. "Die Hunde ins Tierheim zu stecken, wo
ausreichend Platz ist, wäre eine äußerst schlechte Lösung. Diese Tiere
müssen draußen sein und brauchen viel Auslauf", sagt sie.
"Ich
habe so lange gewartet, weil ich immer irgendwie hoffte, die Hunde
könnten vielleicht doch in meiner Obhut bleiben", sagt Ulrike Alfer.
"Ich würde sie so gerne behalten, ich bin doch ihre Bezugsperson." Ganz
leise fügt sie hinzu: "Wenn Sie über uns berichten, bitte schreiben Sie,
ich würde so gerne weiterhin für einige sorgen und sie sehen dürfen,
auch wenn sie woanders leben."
Fotografieren lassen möchte sich
Ulrike Alfer nicht - "Es geht doch nicht um mich, sondern um die
Hunde", sagt sie und wendet sich ab. Ihre Tränen möchte sie nicht
zeigen. (sbi)


Wer kann helfen?

Wer
einem oder mehreren der Hütehunde eine neue, artgerechte Bleibe bieten
kann und möchte, wende sich bitte so schnell wie möglich an Ulrike Alfer
01 60/ 91 39 47 67.
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kuckuck

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Di Okt 11 2011, 21:57

Ich habe die Nachricht noch weitergegeben und drücke ganz fest die Daumen, dass sich eine gute Lösung findet.


Herzliche Grüße von "Frau" Kuckuck !
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Harzpudel

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Di Okt 11 2011, 21:57

Da ich vorhin, als ich die Notf(e)lle eingestellt hatte, so in Eile war, noch ein kleiner Nachtrag von mir, damit das ganze für die LeserInnen leichter verifizierbar ist - und ich wollte selbstverständlich auch nicht unhöflich sein.
Also: Der Wortlaut dieser Mail ist als Artikel im Tageblatt online erschienen. (Da ich als Neumitglied zur Zeit keine Befugnis habe, externe Links einzustellen einfach mal guggeln: Bissengen, Kranenburger Schäfer - das erste Suchergebnis ist dann der Artikel).
Dass es da "keine Hoffnung" gibt, wollen wir mal nicht hoffen. Es wäre toll, wenn sich wenigstens Pflegestellen für die Hunde finden liessen.
Vielen Dank fürs Lesen
Sabine, mit Schafpudel Kalle und Harzer Fuchs Chili
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Harzpudel

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BeitragThema: Vermittelt   Mi Okt 12 2011, 17:29

Die Hunde sind alle gut in einer grossen Schäferei untergekommen.
Ich denke, nicht nur ich freue mich sehr!
LG
Sabine
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idefix

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Mi Okt 12 2011, 19:19

Harzpudel schrieb:
Die Hunde sind alle gut in einer grossen Schäferei untergekommen.
Ich denke, nicht nur ich freue mich sehr!
LG
Sabine




Na das ist doch eine gute Nachricht, Klasse


HARZliche Grüße
Andreas

Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.
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Fizgerald

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Mi Okt 12 2011, 19:48

Super - da freu ich mich aber !!!!



Von den Stadtmusikanten grüßt Heide

Frauen sind Engel. Wenn man ihnen die Flügel bricht, fliegen sie weiter - auf einem Besen.

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Harzpudel

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Mi Okt 12 2011, 20:11

Ja, es ist ganz toll. Manchmal ist es doch gut, dass es das Internet gibt. So kommen Infos schnell rum
Zwei der Hunde sind noch auf einem Tierschutzhof. Dort sind sie, bis sie ihre eigenen Menschen gefunden haben, sehr gut aufgehoben. Zwei Hunde, die ältesten, hat Frau Alfer wohl selbst behalten.
LG
Sabine
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kuckuck

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Mi Okt 12 2011, 23:02

Super! Vielleicht können wir die zwei vom Tierschutzhof hier ja noch ausführlicher vorstellen - hast Du Möglichkeiten???


Herzliche Grüße von "Frau" Kuckuck !
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Harzpudel

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Do Okt 13 2011, 09:24

Im Moment habe ich keine Möglichkeiten, kann aber die Tage mal nachfragen.
Frau Alfer, die Witwe des Schäfers sagte gestern telefonisch, dass nachmittags der letzte Schafpudel abgeholt würde. Ich habe es so verstanden, dass Schäferkollegen von dem verstorbenen Schäfer geholfen haben. Es ist also gut möglich, dass auch die beiden Tierheim-Hunde gleich mit "eingepackt" wurden, das weiss ich aber im Moment nicht definitiv. Es waren ja alles berufstätige Hunde, die alle plus fünf Jahre alt waren. Von daher war der Vermittlungskreis von vornherein ziemlich eingeschränkt. Für die Hunde ist es imho schon besser, wenn sie weiter arbeiten können.
Was aber bitte nicht heissen soll, dass ich grundsätzlich gegen die Vermittlung von Hüterichen an Privat wäre. Nur in diesem speziellen Fall... Wink
Ich fand es so sympathisch, dass die Alfers ihre Rentner- Hunde behalten haben und die noch mitlaufen durften. Das ist nicht überall so. Nur so ist es dann ja auch zu der grösseren Anzahl Hunde gekommen. Frau Alfer hatte ja auch gesagt, dass sie ihre Hunde weiter besuchen und eventuell (mit)betreuen möchte. Da hat sie bei den Schäferkollegen sicher gute Möglichkeiten, denke ich mal.
Ich habe anfangs gar nicht geglaubt, dass alles so gut flutscht und kann gar nicht aufhören, mich für die Hunde zu freuen
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harrypotter0910

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BeitragThema: Re: 8 Notfälle   Do Okt 13 2011, 12:32

Ich habe mir vor kurzem auch erst einen "gebrauchten" aus den Tierheim geholt. Es ist traurig, was man da so sehen muss.


Man kann dumm sein, wie man will. Man muss nur wissen, wo man Antworten findet.
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