Ch.undWolfgang
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 | Thema: K_ Wie die Altenauer zu ihrer Sprache gekommen sind-22 Di März 10 2009, 12:51 | |
| Überliefert 22) Wie die Altenauer (genau genommen Oberharzer) zu einer ganz ungewöhnlichen Sprache gekommen sind. Gott der Herr hatte die Erde geschaffen und eine ganze Weile danach erst mit den Tieren und noch später auch mit den Menschen bevölkert. Zuerst hatte die ganze Menschheit noch keine Sprache und konnte sich darum auch nichts miteinander erzählen. Das durfte so nicht bleiben und musste ganz schnell geändert werden. Der Herrgott schuf tausende Sprachen, schüttete sie in einen großen Sack, ging über die ganze Erde und verteilte die Sprachen überall. Als er nun in den Oberharz kam und fast alle Sprachen bereits verteilt waren, fand er in der untersten Ecke des Sackes noch einen Rest erzgebirgische Sprache, die er nun auf die Oberharzer Bergstädte verteilte. Und nun muss er sich dabei irgendwie verrechnet haben. Als er nach Altenau kam, hatte er keine ganze Sprache mehr in seinem Sack. Nur noch eine kleine Hand voll Sprachstückchen, die bei den anderen Sprachen abgebröckelt waren und Sprachstaub hatte sich im untersten Sackzipfel gesammelt. Es wäre ja nun kein großer Gott gewesen, wenn ihm hierzu nichts eingefallen wäre. Er hatte ja auch niemanden, der ihn bei dieser Frage beraten hätte. Er sagte sich: “Das mache ich ganz einfach. Ich schütte die Bröckchen und die kleinen Krümel ganz einfach hier über Altenau aus und werde ja sehen, was dann geschieht.” Er schüttelte also den ganzen Rest, der auch teilweise aus Staubkörnchen bestand, ganz einfach über der Bergstadt Altenau aus. Und was meinst du wohl, was dabei herausgekommen ist! Eine Sprache, die sich nicht niederdeutsch, nicht mitteldeutsch, aber auch nicht oberharzisch angehört hat. Und so ist die Sprache auch bis heute geblieben. Von allen Sprachen haben die Altenauer so ein wenig abbekommen und wenn man heute bei seinem Gegenüber diese Sprache hört, dann weiß man ganz genau, dass man es mit einem echten Altenauer zu tun hat. 22) Wie dê Altichnahêr (jenah jenummê Ewêrhårzr) zu änêr jans unjêwehnlichn Schprohch jêkummê sänn. Friedrich Pieper, Bergstadt Sankt Andreasberg, Sprecher für Bergstadt Altenau
Gott dr Harr hottê dê Ahrd jêschaffn un nê jansê Wähl drnohch ärscht mit dê Viehchr un dodrnohch ahch mit dê Menschn bêvelkêrt. Zêärscht hottn allê Menschn noch känê Schprohch un kunntn sich dessrhallêb nischt mittênannr vrzehln. Dos kunntê su nett bleim un musstê jêännêrt wärn. Dr Harrjott schafftê tausndê Schprohng un schitt sê in änn gruhßn Sack, machtê sich iewer dr Ahrd wack un vrtähltê sê allêrwärts. Wierer nu nohch dn Ewêrhårz kåm un es mehrschtê all vrtählt hottê, lohch in dar änn Eck noch ä bissl arzjêberchischê Schprohch, dierêr nu offn dê Ewerhårzer Barkschtädt vrtähltê. Un dodrbei mussr sich ärringdwie vrrachnt håhn. Wierêr nohch dr Altichnah kåm, hottr känê gansê Schprohch mehr in sänn Sack; owr jans jans untn drinnê lohng noch klähnê Hand vull Schprohchschtickêr, diedê bei dê annern Schprohng objêbrecklt wårn. Es wehr ju nu kä gruhßr Gott jêwahsn, wennê hierdrzu nischt ähnjêfalln wehr. Har hottê ju ahch känn, darnê bei dissr Frohch hättê berohtn kennê. Har såhtê sich: “Dos machich mich jans ähnfach, ich schitt dich dê Breckl un dê klän Krieml jans änfach hier iewêr dr Barkschtadt Altichnah aus un guck denn ämol, wos dodrbei jêschieht.” Har schittêltê dann jansn Klähnkråm, wuh ahch noch Schtahbkörnêrlê drbei jêwahsn sänn, jans ähnfach iewêr dr Barkschtadt aus. Un wos denkste dich denn wull, wos dich dodrbei rausjêkumme is! Nê Schprohch, diedê sich nett niedrdeitsch, nett mittldeitsch owr ahch nett ewêrhårzisch ånjêhährt hot. Un su issês ahch bis heitê jêbliem. Von allê Schprohng håhn dê Altichnahêr su ä happl wos objêkrähng un wemmr von änn dissê Schprohch hährt, denn wess mr jans jênah, dossmêrsch mit änn Altichnahêr zê tun hot.
Zuletzt von Ch.&Wolfgang am So Jun 27 2010, 23:06 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet |
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der Oderberger
Alter Harzfuchs


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Ch.undWolfgang
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 | Thema: Re: K_ Wie die Altenauer zu ihrer Sprache gekommen sind-22 Di März 10 2009, 14:44 | |
| Hallo Jürgen, gern beantworte ich Deine Frage. Das " å. " wird als langgezogenes "a" ausgesprochen.
Viele Grüße Wolfgang
Zuletzt von Ch.&Wolfgang am Di März 10 2009, 18:49 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet |
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Der Sieberaner
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Ch.undWolfgang
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 | Thema: Re: K_ Wie die Altenauer zu ihrer Sprache gekommen sind-22 Di März 10 2009, 18:58 | |
| Hallo Jens, Du hast natürlich recht. Mit Brille wäre das nicht passiert, ich hatte das Zeichen falsch gelesen, und Danke für Deine Aufmerksamkeit. Gruß Wolfgang |
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Der Sieberaner
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 | Thema: Re: K_ Wie die Altenauer zu ihrer Sprache gekommen sind-22 Di März 10 2009, 20:09 | |
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