M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23
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 M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23

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Ch.undWolfgang

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BeitragThema: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Fr März 13 2009, 22:20

Erzählung

Von Karl Reinecke (†) - Bergstadt Altenau- (1936)


23) Der Harzer Kuhhirt bläst an
Jeden Morgen, solange noch Grünes auf den Wiesen und Waldblößen zu sehen ist, nimmt der Kuhhirt sein Kupferhorn vom Haken und ruft mit einem langgezogenen Tuut seine rotbraune Schar zusammen. In manchen oberharzischen Bergstädten besitzt der Kuhhirt statt des Kupferhorns eine richtige blanke Trompete, aus der er eine Repeille herausschickt und etwa das “Faule Gretel” bläst:
Wer so ein faules Gretel hat, Der kann wohl lustig sein.Sie schläft ja alle Morgen, Morgen, Bis dass die Sonne scheint . . .
Die Rotbraunen im Stall kennen ihr Auszugssignal. Sie werfen den Kopf auf und spitzen die Ohren. Nun werden sogleich die Ketten an der Krippe niederrasseln, und dann geht es hinaus in Wiesen- und Waldfreiheit.
Auf der Straße ist zunächst ein unschlüssiges Herumstehen. Die Nachbarkühe beschnup-pern sich. Sie blöken und gucken sich dumm an, weil noch keins weiß, ob die Reise heute bergauf- oder bergabwärts führen soll. Dann aber kommt schon um irgendeine Ecke herum ein bimmelnder Haufe getappelt, der die Richtung weist.
Das verkrümelte Einzelgeläut vor den Ställen sammelt sich zu einem vielstimmigen Chor. Es klingt anspruchslos, aber voll Eigenseele wie alles in diesen Bergen.
Wenn die Herde vorüberzieht, treten Sommerfrischler vor die Türen oder zupfen im Schlafgewand die Gardine beiseite. Die Bergstadtkinder, denen es doch nichts Neues mehr bedeutet, hupfen Morgen für Morgen aus den Betten, sobald die Kühe kom-men. Hinter der Herde schreitet im schwarzen Kittel und mit seinem breitkrempigen schwarzen Hut der Kuhhirt. Das Schwarz seiner Erscheinung gehört so typisch zu dem malerischen Bilde der harzischen Kuhherde wie die roten Felle der Tiere, die Glocken und die blauen und grünen Bügel, an denen die Glocken bammeln. Über dem Kittel hängt das “Koppel” mit den blänkernden Messingherzen und dem Axtel und der Hundeleine daran. Um seine Waden spannen sich sandgraue Gamaschen. Sein Stock muss aus Dornenholz sein, so gehört es sich. Der Hund an der Leine fiept und zerrt, weil er zu gern der nächsten bummeligen oder aus der Reihe tanzenden Kuh an die Fesseln fahren möchte. Wenn man den Hirten hinter der Herde dahinschreiten sieht oder ihn auf der Weide belauscht, wie er, die Pfeife schmökend und auf seinen Dornenstock gestützt, mit philosophischer Gelassenheit die Schar seiner Pflegebefohlenen überschaut, so ist man neiderfüllt geneigt, solchen Beruf für den göttlichsten der Erde zu halten. Nicht alle Tage scheint die Sonne über den Bergen. Nicht jeder beut Freude und Blumen und rote Walderdbeeren, von denen man sich ein Sträußel an den Hut steckt. Weißt du, was es heißt, einen Tag im Regen auszuharren, so und soviel Stunden lang einen Perlenkranz von Tropfen um die Hutkrempe wippen zu sehen und bei jedem Schritt den triefenden Kittel um die Knie klatschen zu lassen?
Möchtest du mit dem Kuhirten tauschen, wenn ein Berggewitter über der Herde losbricht? Oder weißt du, wieviel Sorge es bereitet für hundertfünfzig oder zweihundert Tiere die Verantwortung zu tragen, keins im Sumpf und Morast die Knochen brechen zu lassen, keins sich in der Wildnis verlaufen zu lassen?
Nein, es ist nicht alles im Kuhhirtenleben von Glockengeläut und Vogelzwischern durchklungene Sorglosigkeit. Und dennoch - was könnte es Schöneres geben als vom letzten bis zum ersten Schnee, einen ganzen Sommer lang Tag um Tag beim Herrgott zu Gast zu sein. Und so wäre ein Kuhhirt also doch zu beneiden.


23) Vrzehlich
Dr Hårzr Kuhhert bläst åhn
Friedrich Pieper, Bergstadt Sankt Andreasberg , Sprecher für Bergstadt Altenau

Allê Morring, sulank noch Grienês off dr Wies un in Hols zê sahn is, nimmt dr Kuhhert sän Kupprhorn von Håhkn un rufft mit änn lankjêzuhngnê Tuhn sänê ruhtbraunê Schwied Kieh zêsamme. In mannichê Ewêrhårzr Barkschtädt hot dr Kuhhert åhnschteht von änn Kupprhorn ne richtichê Trompeht, mit darêr ä lautês Trallêrn rausgitt un vrlechcht ahch es “Faulê Gretl” blähst.
War su ä faulês Gretl hot, Dar kann wull lustich sän.Es schlefft jå allê Morring, Morring , Bes dos dê Sunnê schähnt . . .

Dê Ruhtbraunê in Schtall kennê all es Singnål forrn Lusgiehn. Sê hehm dê Kepp huhch un schpitzn dê Uhrn. Nu warn schtandêpee dê Kehtn lusjêmacht , un denn jehts naus in Wiesn- un Waldfreihäht.
Off dr Schtrohß schtiehn dê Kieh ärschtêmol bluhß rim. Dê Nabbrkieh bêschnuppêrn sich, sê blehkn rim un guckn sich dumm åhn, weilsê noch nett wissn, eb dê Rähs nauf- odr robwärts jeht. Un denn kimmt nê Schwied Kieh im ärringd nr Eck rim, diedê nu dê Richtung vierjehm.

Es vrtählte Ähnzljêlait vor dê Kuhschtäll wärd nu zu änn vielschtimming Glocknjêlait. Es klingt dehngt åhnschpruchlus, hot owr ahch dehngt viel innêwennichês Jêfühl, wie allê Kråm hier uhm off unnêrê Barchê. Wenn dê Kieh dorchziehn, trahtn dê Kurgäst vorr dê Haustiehrn odr zuppm noch in Nachthemmêd dê Gardiening nohch dr Säht. Die Ewêrhårzr Kinnr, diedê dann Ahfzuhk all jêwuhnt sänn, huppm allê Morring aus dê Fahdêrn, wenn dê Kieh kummê. Hintr dr Kuhhahrd jeht mit sän schwarzn Kittl un mit sän brähtkrempettn schwarzn Hertnhut dr Kuhhart. Es Schwarzê, su wierêr aussieht, hährt jênah su zu dr Kuhhahrd, wie dê ruhtbraunê Kieh, dê Glockn un dê blahn un grienê Biehchl, wu dê Glockn dråhnhängê. Iewêrn Kittl hängt es “Koppl” mit dê blinkêrndn Messingharrzn un es Axtl un dê Hunnêlienich dråhn. Im dê Wåhdn hottr sandgrahê Kammaschn. Sän Schtock muss aus Dornêhols sän, su hährt sichs. Dr Hunnê åhn dr Lienich fiept un zerrt, weilêr zu jehrnê änêr bummêling odr aus dr Reh tansndn Kuh åhn ä Bähn jêjang währ. Wemmr dn Hertn hintr dr Hahrd hintrdorrich schreitn sieht odr nê off dr Wies bêohwacht, wierêr sän Knuppr schmehkt, sich off sän Dornêschtock schtitzt un mit änêr philêsofischn Jêlassnhäht iewêr sänê schutzbêfuhlnê Kieh wackguckt, denn kammr for Nähd mähnê, dos is dr schennstê Bêruff, danns off unnêrêr gettlichn Ahrd gitt. Nett allê Tohch schähnt dê Sunn off unnêrê Barchê. Nett jehdr Tohk bringt Frähd, Bluhmê un ruhtê Waldahrdbäärn, vun dann sich dr Hert jernê ä Schtraißl åhn dn Hut schteckt. Wesstê denn, wossês hähßt, änn jansn Tohk in Rähng ahszêhaltn , vielê vielê Schtunnês lank dê Troppm åhn dr Hutkant wippm zê sahn un bei ännjehdn Schritt dann triefndn Kittl im dê Knie klatschn zê lohsn?
Mechtstê mit än Kuhhertn tauschn, wenn ä bährn Dunnêrwattr iewêr dê Barchê zeiht un iewêr dr Kuhhahrd lusbricht. Odr wesstê, wieviel Sorring dossês macht, forr hunnêrtfuffzich odr zwähunnêrt Kieh dê Vrantworung zê tråhn, känê in Sump un Schmant dê Knochn brachn zê lohsn, känê sich in dr Wildnis vrlahfn zê lohsn?
Näh, ä Kuhhertnlahm bêschtieht nett bluhß aus Sorrichlusichkäht mit Glocknjêlait un Vuhchlzwitschêrn. Un trutzdann - wos kenntês Schennêrês jehn als wie von dn letztn bis zu dn ärschtn Schnee, änn jansn Summr lank Tohk for Tohk bein Harrjott zê Gast zê sän. Un dodrim wär dr Kuhhert trutzdann zê bênähdn.

[center]


















Zuletzt von Ch.&Wolfgang am So Jun 27 2010, 23:13 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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Der Sieberaner

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Fr März 13 2009, 23:51

Dazu hab ich auch noch ein Bild:



Weiß zufällig jemand, wie der Hirte auf diesem Bild heißt?


Gruß, Jens

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Noldi

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Sa März 14 2009, 05:30

Der Sieberaner schrieb:
Dazu hab ich auch noch ein Bild:



Weiß zufällig jemand, wie der Hirte auf diesem Bild heißt?


-könnte das auch ein weiblicher Hirte gewesen sein????? sieht mir so aus Smile
viel Grüße und einen schönen Tag bounce
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Der Sieberaner

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Sa März 14 2009, 08:52

Hallo Dirk,

im Original ist die Auflösung etwas besser. Da kann man erkennen, daß es ein (sehr junger) Mann ist.
Ich kann mir auch vorstellen, daß den Damen damals bestimmte Tätigkeiten noch vorenthalten wurden Evil or Very Mad .

Gruß, Jens


Gruß, Jens

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kuckuck

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Sa März 14 2009, 14:22

Christa- hast Du/Ihr die Rupfenpuppe wieder gemacht???
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Ch.undWolfgang

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Sa März 14 2009, 15:19

Hallo Martina,
stimmt,ist auch etwa vor fünfundzwanzig Jahren entstanden.Es gibt noch mehr Harzer Rupfenpuppen,waren immer ein Geschenk für Wolfgang,damit das Heimweh nicht so groß war.

Liebe Grüße

Christa
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Noldi

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Sa März 14 2009, 18:28

sehr schöne Fotos/Erinnerungen Smile
die Herde zog oft bei uns vorbei bounce und wir sind hinterher gelaufen !
der Kuhhirte -farbiges Einzelbild - kommt mir bekannt vor !?
kann das Foto aus Anfang der 50er sein???
viele Grüße
Dirk
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der Oderberger

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   So März 15 2009, 21:19

Hallo Dirk,

Theo Weinhardt war der bekannteste unter den Kuhhirten, ich kenne ihn auch noch - bin genau wie du hingelaufen, wenn die Kuhherde kam.
War manchmal richtig spannend, weil die Kühe teilweise sich wie Stiere aufführten - vor Freude, dass es in die Natur ging -

Erinnere mich gern an diese Zeit, ich glaube der Vater von meinem Klassenkameraden Achim Kraft war auch dabei.


Im Wald der Hirsch gewaltig röhrt und freut sich wenn er Antwort hört!


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kuckuck

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   So März 15 2009, 22:53

Ch.&Wolfgang schrieb:
Hallo Martina,
stimmt,ist auch etwa vor fünfundzwanzig Jahren entstanden.Es gibt noch mehr Harzer Rupfenpuppen,waren immer ein Geschenk für Wolfgang,damit das Heimweh nicht so groß war.

Liebe Grüße

Christa


Das war ja echt 'ne ganz liebe Geste..süüüß!!!
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Ch.undWolfgang

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BeitragThema: 90 Lebensjahre   Mo März 16 2009, 10:18

Quellenangabe: Allgemeiner Harz-Berg-Kalender für das Jahr 1999
Karl-Heinz Siebeneicher, St. Andreasberg:

90 Lebensjahre - und noch immer kein Ruhestand
Theo Weinhardt ist der unumstrittene Oberhirte des Harzes Natürlich könnte sich Theo Weinhardt längst - wie heißt es so schön - im wohl verdienten Ruhestand befinden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für jemanden, der 90 Jahre alt wird und weit mehr als 50 Berufsjahre zählen kann. Wenn da nicht die unbeschreibliche Liebe zum Beruf des Oberharzer Kuhhirten wäre. Die läßt den Senior aller Hirten nun einmal nicht los und ist dafür verantwortlich, daß es für Theo Weinhardt kein Zurücklehnen gibt. Die heute so beliebten Wörter wie „Null Bock" und „Ohne mich" sind ihm unbekannt. Und würde er sie kennen, wären sie ihm ein Greuel. Am 28. Januar 1998 feierte Theo Weinhardt seinen 90. Geburtstag, und das war Grund genug für viele aus nah und fern, ihm die gebührende Referenz zu erweisen. Denn, wer könnte sich ohne ihn auch nur eines der Oberharzer Brauchtumsfeste vorstellen, die den Viehaustrieb oder das rotbunte Harzer Rindvieh zum Inhalt haben. Er ist der anerkannte Fachmann des Hirtenberufes. Mehr als 50 Jahre Berufserfahrung haben ihn genauso geprägt, wie er den Beruf des Oberharzer Kuh- und Rinderhirten geprägt hat. Brauchtumspflege, in diesem Bereich geht nichts ohne den Rat eines Theo Weinhardls. Seine persönliche Hirtenausrüstung sucht hinsichtlich Vollzähligkeit, Vielfalt und Pflegezustand ihresgleichen. Kein Wunder, daß man im Heimatbund Ewerharz überaus stolz ist. Theo Weinhardt zu den ältesten, wenn nicht überhaupt zum ältesten Mitglied zählen zu dürfen. Seit 1937 gehört er dazu, ist längst Träger der „Goldenen Ehrennadel" und „Ehrenmitglied" der Altenauer Bruchbergsänger - und er ist noch immer aktiv. Den Beruf des Oberharzer Rinderhirten erlernte er in Clausthal-Zellerfeld, wo nun einmal die Besten dieses Berufsstandes ausgebildet wurden. Es war eine vielseitige Ausbildung, die eines Oberharzer Hirten, und es war ein Job für ganze Kerle, die u. a. auch das Fleischerhandwerk erlernt haben mußten. Die richtige Aufgabe für Theo Weinhardt! Gemeinden und Städte wie Altenau. Goslar, Herzberg, Schierke und wieder Altenau vertrauten ihm ihre besten Kuhherden an. Der Weinhardt's Theo war ein Gefragter in seinem Metier, bis nahe seinem 60. Lebensjahr. Und er wäre es sicher noch länger gewesen, wenn nicht das „Aus" für die Harzer Damenkapellen gekommen wäre. Welch ein Glück für ihn, daß das Harzer Rotvieh und mit ihm der Beruf des Hirten in den letzten Jahren sozusagen ihre Renaissance erfahren haben, wenn auch nur in Brauchtumsveranstaltungen, die aber in geballter Form. Seit dem ersten Viehaustrieb „der Neuzeit" ist Theo Weinhardt Oberhirte in Sankt Andreasberg, inzwischen längst auch in anderen Harzgemeinden. Und immer gehören auch seine Hirtenutensilien dazu. Leicht stattet er damit 10 Hirten aus und sorgt damit auch für die optischen Glanzpunkte einer jeden Bruchtumsveranstaltung. Längst hat sich um ihn als unumstrittenen Mittelpunkt, weil Oberhirte, auch ein richtiges Hirtenteam gebildet. Mit dem gelingt es dann auch Jahr für Jahr, des Sankt Andreasberger Bergbauern Reinhard Neigcnfindts 60 bis 80 Rotbunte durch die ganze Bergstadt bis hinauf zur Waldweide zu führen, mitten durch ein schier lückenloses Spalier fröhlicher Zuschauer.Seit 1940 ist Theo Weinhardt übrigens Andreasberger, von Schierke kam er, um in Altenau wieder eine Hirtenstelle anzutreten. Da schien ihm Sankt Andreasberg auf halbem Wege als Wohnort gerade recht. Natürlich ist man neugierig, was ihn denn wohl so fit gehalten hat und noch hält. Theo Weinhardt macht kein Geheimnis daraus. Selbstverständlich ist es die gute Oberharzer Luft, die er als Hirte in unzähligen Stunden genossen hat, auf allen Oberharzer Wald- und Wiesenweiden. Aber auch: „Viel Fett und Fleisch zu den Mahlzeiten, wenig Obst oder Gemüse - und das Beste am Spinat, das sind noch immer die Eier," Worte, mit denen der Altersjubilar so manchem Gesundheitsapostel Schauer über den Rücken jagen dürfte. Aber bitte aufgemerkt: Schnaps und Tabak waren für Theo Weinhardt stets tabu.


Theo Weinhardt wird feierlich zum Oberhirten der Sankt Andreasberger Herde des Reinhard Neigenfindt durch Stadtdirektor und Bürgermeister bestellt.



In der Gemeinschaft der Oberharzer Hirten nimmt er eine Sonderstellung ein.



Seine Mannschaft sorgt auch dafür,daß der Kuhaustrieb in geordneten Bahnen verläuft.



Brummer und Jubelhorn

Theo Weinert ist vor einiger Zeit verstorben.
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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Mo März 16 2009, 15:11

hallo Wolfgang Smile vielen Dank für den sehr schönen und interessanten
Bericht !- die Kindheit kommt damit zurück !
Wie haben wir den/die Hirten damals beneidet, um ihren Beruf!
ich wünsche Dir und Christa einen schönen Wochenanfang bounce sunny
Servus und Glückauf
Dirk
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Ch.undWolfgang

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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Mo März 16 2009, 15:38

Persönliche Erinnerung,
wenn die "Damenkapelle" durchgezogen war. konnte ich stets meine Taschengeldkasse aufbessern. Pro gefüllten Eimer bekam ich von meinen Eltern 10 Pfennige ,ein Kinobesuch kostete 60 Pfennige. Somit war im Sommer der wöchentliche Kinobesuch immer gesichert.

Glückauf

Wolfgang


Zuletzt von Ch.&Wolfgang am Mo März 16 2009, 20:40 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: M_ Der Harzer Kuhhirte bläst an-23   Mo März 16 2009, 15:42

Very Happy ja, kenne ich auch noch so bounce sunny Daumen rauf
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